Hell's Knights - Befreiung [Rezension]


Titel: Hell's Knight - Befreiung
Autor: Bella Jewel
Format: Taschenbuch
Preis:
Verlag: Sieben Verlag


Das Leben ist nicht einfach, wenn du niemanden hast. Alles, was du tust, machst du allein. Da ist niemand, auf den du dich stützen kannst. Da ist niemand, der dir hilft, wenn du in Schwierigkeiten gerätst. Niemand mit dem du weinen und keiner mit dem du dein Lachen teilen kannst. Du kommst klar, aber nur, weil dir nichts anderes übrig bleibt....
Addison ist auf der Flucht. Vorübergehend kann sie bei ihrem Vater unterkommen, seines Zeichens großer böser Biker, Präsident der Hell's Knights. In ihrem Leben hat er bislang nie eine Rolle gespielt. Jetzt bekommt er seine Chance, aber auch Addison erhält die Gelegenheit, ihn und seinen Club näher kennenzulernen und muss lernen, zu vertrauen. Was ihr alles andere als leicht fällt.
Cade, Vizepräsident des Clubs, verkörpert alles, wovon Addison sich fernhalten sollte, jedoch kann sie ihre Gefühle ihm gegenüber nicht verleugnen. Er ist charmant, sieht extrem gut aus und vor allem taut er ihr eingefrorenes Herz auf. Und während sie nach außen hin weiter ihre taffe Fassade trägt, beginnt sie im Inneren langsam aber sicher wieder zu fühlen.

Rezension

Ich könnte eine Menge zu dem Buch sagen. Jedoch wüsste ich, dass ich mich da nur zu weit hineinsteigern würde. Einer der Schwerpunkte dieser Geschichte ist die Vergangenheit der Protagonistin. Das finde ich grundsätzlich gut. Man hat als Leser dadurch keinen einseitigen Einblick in die Geschichte, sondern lernt sie durch ihre Vielseitigkeit und Perspektiven besser kennen. 

Die Mutter der Protagonistin war eine drogensüchtige Hure, die einen Zuhälter besaß, der regelmäßig mit Kundschaft bei ihr auftauchte. Dieser Zuhälter machte sich unter anderem auch an die Tochter, also die Protagonistin ran und vergewaltigte sie etliche Male. Die Protagonistin wehrte sich sehr selten und gab sich regelrecht diesen Vergewaltigungen hin. Sie suchte keinen Ausweg aus dieser miserablen Lage. Das fand ich als Leser verstörend und echt merkwürdig. Um der Situation zu entkommen, hat sich die Protagonistin jedes Mal dem Drogenkonsum hingegeben, um die Gefühle zu vermeiden.
Jetzt wird es aber noch merkwürdiger. Als Addison auf Cade trifft, hat sie ein direktes Verlangen nach Sex und das passiert auch recht schnell. Jemand, der in der Vergangenheit mehrmals vergewaltigt wurde, kann sich doch nicht so leicht einem neuen Partner hingeben und mit ihm schlafen. Dazu gehört Vertrauen und die Verarbeitung aber das passiert nicht. Leider wird auch die Beziehung zu Addisons Vater sehr oberflächlich dargestellt. Ich hätte mir mehr zwischen diesen zwei Personen gewünscht.

Insgesamt möchte ich den Roman als "schnelle Nummer" bezeichnen, da er nicht wirklich lang ist (200 Seiten in etwa) und die flache Handlung ganz schnell hingeklatscht wird. Jedoch musste ich beim Lesen mehrmals den Kopf schütteln. 


Kommentare