Mittwoch, 10. Mai 2017

Sieben Minuten nach Mitternacht II Kinofilm [Filmkritik]



Meinung:


Zunächst möchte ich mich an dieser Stelle bei dem RandomHouse-Team bedanken. Durch sie hatte ich die Chance eine Pressevorführung live im Dezember mitzuerleben und war so eine der Ersten, die in den Film hineinschnuppern durften.

Der Film war insgesamt richtig richtig gut. Ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal so einen guten Film gesehen habe. An vielen Stellen haben die Schauspieler und der Plot nicht nur mich mitgerissen, sondern auch andere Journalisten im Saal. Irgendwann hörte man nur noch schniefende Nasen und das verzweifelte Suchen nach Taschentüchern. 

Die Geschichte war eine verrückte Fiktion, die der Hauptprotagonist in seinem Kopf erzeugt hat. Bereits am Anfang hat man sich viele Fragen gestellt, die zunächst noch unbeantwortet blieben. Das Problem war, im Laufe des Films kamen noch immer mehr dazu. 

Im Mittelpunkt der Geschichte befindet sich Conor, der kleine Jungen, den man unschwer auf dem Filmplakat (s.o.) sehen kann. Zu Anfang des Filmes wird er noch als etwas schwächlich und als Außenseiter seinen anderen Klassenkameraden gegenüber präsentiert. Er ist schüchtern und zugleich etwa merkwürdig und das passt seinen Klassenkameraden überhaupt nicht. 
In der Schule mag er still und sich im Hintergrund aufhalten. Zu Hause hingegen zeigt Conor ein ganz anderes Gesicht.  Er ist erwachsen. Er wäscht seine eigene Kleidung und seine Mahlzeiten für die Schule berietet er selbst vor. Seine Mutter scheint krank zu sein. Immer wieder verschwindet sie in den Szenen und taucht dann meistens in ihrem Bett auf, wo sie die meiste Zeit verbringt. Conor wird in der Schule fertig gemacht, weil er sich nur in seinen Traumwelten auftreibe. Was seine Mitschüler aber nicht wissen, ist, dass Conor unfassbar gut zeichnen kann.
Die Begabung scheint er von seiner Mutter geerbt zu haben.

Um Punkt sieben nach Mitternacht passiert das eigentliche Ereignis.
Um diese Uhrzeit verwandelt sich die alte Eibe auf dem Friedhof in ein unglaublich schreckliches Monster und macht sich zu Conor auf dem Weg, um ihn vor seinen Ängsten zu befreien und die eigentliche Wahrheit aus ihm heraus zu kriegen. 
Conor zeigt jedoch keine Angst. 

"Was willst du von mir?", fragte Conor.
Das Monster presste sein Gesicht gegen die Scheibe.
Es geht nicht darum, was ich von dir will, Conor O'Malley.
Es geht darum, was du von mir willst."
"Ich will gar nicht von dir", sagte Conor.
Noch nicht, sagte das Monster. Aber das wird sich bald ändern.

Die Eibe erzählt ihm drei Geschichten. Bei der vierten Begegnung will er von Conor die Wahrheit hören. Die Geschichten, die die Eibe dabei erzählt katapultieren Conor in eine Welt voller Farben und wundervoller Zeichnungen, die das Monster erzeugt, um die Geschichte zu erzählen. Aus dem Wechsel der dunklen Farben im wirklichen Leben und der bunten Zeichnungen aus den Erzählungen der Eibe wird ein starker Kontrast skizziert. Zudem wechselt die Hintergrundmusik und Geräusche im Film von laut zu leise oder leise zu laut. Harte Töne stoßen auf weiche und sanfte Töne. Zwischen den Szenen gibt es rein gar nichts zu hören. 

Der Film birgt eine nette Moral am Ende. Und zeigt gleichzeitig leider auch die Realität auf eine sehr brutale Weise, so dass man die Tränen nicht zurück halten kann.





Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen