Montag, 1. Juni 2015

Eversea - Ein einziger Moment II Natasha Boyd [Rezension]

"Aber was keiner versteht ist, wie einsam man sein kann, wenn die ganze Zeit irgendwelche Leute um einen herum sind. [...] Ich weiß, das klingt verrückt. Doch wenn sich den ganzen Tag alles um Dinge und Leute und Pflichten dreht, hörst du irgendwann auf, an dich selbst zu denken. Du funktioniert automatisch. Du machst bloß noch, was gefordert ist, wenn es geforderrt wird. Und du vergisst nach und nach, wer du tief innen bist und wie du dich fühlst und was du tun willst und wie du eigentlich reagieren würdest." (S.88)

Titel: Eversea - Ein einziger Moment
Autorin: Natasha Boyd
Format: Taschenbuch
Verlag: Egmont LYX
Preis: 9,99 Euro
Genre: New Adult, Erotik, Liebesroman


Zusammenfassung:

Ein einziger Moment, der alles verändert. 

Die zweiundzwanzigjährige Keri Ann traut ihren Augen nicht, als eines Abends der angesagte Schauspieler Jack Eversea in dem Restaurant auftaucht, in dem sie kellnert. Ihr verschlafenes Heimatstätdtchen Butler Cove im Süden der USA ist so ziemlich der letzte Ort, an dem sie erwartet hätte, auf einen Hollywoodstar wie ihn zu treffen. Doch Jack hat Gründe, warum er aus L.A. geflohen ist. Und Keri Ann weiß, dass sie die Art und Weise, wie seine Nähe ihr Herz zum Rasen bringt, aus genau diesen Gründen ignorieren sollte. Denn egal wie gut die beiden sich verstehen oder wie sehr die Funken zwischen ihnen sprühen die Welten, in denen sie leben, könnten unterschiedlicher nicht sein. Und eine Liebe zwischen ist unmöglich... oder?


Meinung:

Nachdem der ganze Spaß und Stress für den weltberühmten Jack Eversea zu viel wird, flüchtet er in eine kleine Stadt namens Butler Cove. Dort begegnet er Keri Ann, die ein ganz normales Mädchen zu sein scheint. Als sie Jack in der Bar antrifft, bleibt sie locker und cool, damit er nicht denkt, dass sie eins seiner Groupies sei.
Es sieht so aus, als könnte Jack ihr vertrauen. Sie unternehmen immer mehr Zeit zusammen und verbringen die Tage damit, das Haus von Keri Ann zu renovieren oder gehen schwimmen. Das klingt alles super und traumhaft und Keri Ann versucht sich mit aller Kraft gegen ihre Gefühle zu wehren. Sie will ihm gegenüber nicht solche Gefühle aufbauen. Sie will sich nicht unnötig in jemanden verlieben, der ja sowieso nichts für sie empfinden wird.

Mir gefiel die Idee des Romans ganz gut, wobei ich finde, dass es keine ganz neu erzählte Geschichte war. Interessant fand ich jedoch die Gegensätze. Ein Schauspieler trifft auf ein ganz normales Mädchen aus einer Kleinstadt. Die obendrein auch noch kein Interesse zeigt. Jack Eversea ist schnell von Keri Ann beeindruckt.

Zu Beginn treffen beide Protagonisten aufeinender, ohne zu erfahren wer sie sind. Jack Eversea ist ziemlich mysteriös und wirk merkwürdig. Um nicht erkannt zu werden, trägt er eine Cap und einen Hoodie über seinen Kopf. Denn selbst in der kleinsten Stadt kennen alle "Jack Eversea". Er ist nicht ohnehin die am öftesten gesuchte Person auf Google.
Keri Ann ist im Gegensatz zu ihm anders. Sie ist ruhig und hatte auch noch nie eine richtige Beziehung. Sie lebt alleine, da ihr Bruder auf die Med School geht und sehr selten zu Hause ist.
Da kommt jemand wie Jack Eversea gelegen.

Sehr gefallen hat mir Natasha Boyd's Schreibtstil. Sie hat alles sehr schön beschrieben, so dass man das Gefühl hatte, selbst in South Carolina zu sein. Durch die Zeit und Ortsangabe hatte man ein gewisses Sommer-Feeling im Nacken. Eine sehr schöne Sommerlektüre meiner Meinung nach.

Die Beziehung, die Keri Ann und Jack führen, ist komisch. Denn beide können ihre Hände nicht voneinander lassen, jedoch weiß Keri Ann von Jack's Vertrag. Er hat etwas unterschrieben, dass ihn verpflichtet wieder nach Hollywood zu kehren, um seine vorgespielte Beziehung mit Audrey fortzusetzen.

Der Aspekt der "Jungfräulichkeit" war mir in diesem Roman zu wild. Keri Ann wird als zweiundzwanzigjährige Jungfrau beschrieben, die noch nie in ihrem Leben mehr gemacht hat, als einen anderen Menschen zu küssen. Aber wenn man sich die Szenen durchliest, in denen Keri Ann Jack fast anspringt und sich splitternackt auszieht, finde ich es ein wenig übertrieben. Da muss ich dann leider doch den Kopfschütteln. Es ist nicht so, dass es mir nur bei Natasha Boyd's Roman aufgefallen ist, sondern bei vielen anderen auch. Ihr Roman hat mich lediglich zur Bestätigung dieses Aspektes geführt.

Das Buch endet mit einem Cliffhänger und man möchte nichtsdestotrotz wissen, wie es mit den beiden weitergeht.

"[...] Man hat mir immer geraten, das Leben zu leben, mit beiden Händen danach zu greifen ... Ich habe es nie getan." (S.242)

Meine Bewertung:

Kommentare:

  1. Danke für die Rezi! Momentan findet man das Buch ja an jeder Ecke, ich bin noch etwas unsicher ob es mir gefallen würde...:)

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    1. es war ganz okay, aber man muss es nicht haben ;)) Solche Geschichten hat man schon haufenweise gelesen ;) danke Lena!

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  2. Hallo Müni,

    Gott sei Dank, noch jemand der nicht zutiefst begeistert ist von Eversea ;-) Auch mich hat das mit der Jungfräulichkeit gestört und ich fand es übertrieben. Zudem hat mir irgendwie das "Besondere" an der Geschichte gefehlt.

    LG Desiree

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    1. Yap sehr richtig! Mir hat auch irgendwie das "besondere" gefehlt ;) Dann sind wir ja schon zwei, die die gleiche Meinung teilen ;)

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