Freitag, 17. Oktober 2014

Nova & Quinton - True Love II Jessica Sorensen [Rezension]

"Mehr als je zuvor möchte ich sie kennenlernen, sie besser verstehen, und für einen Moment habe ich etwas, an das ich mich klammern kann: einen Grund, weiter zu atmen, zu leben." (S.268)

Titel: Nova&Quinton - True Love
Autorin: Jessica Sorensen
Format: Taschenbuch
Verlag: Heyne Verlag
Preis: 8,99 Euro
Genre: Junge Erwachsene, Liebesroman


Zusammenfassung:

Als Teenager wollte Nova Drummerin werden und ihre große Liebe Landon heiraten. Aber dieser Traum wurde in einem einzigen Moment zerstört. Nova ist überzeugt, dass sie nie wieder jemanden lieben wird. Bis sie den unverschämt attraktiven Quinton Carter kennenlernt. Es fasziniert und verwirrt sie. Und Nova ahnt, dass sie besser die Finger von ihm lassen sollte...

Meinung:

Ich weiß gar nicht wie ich die Rezension am besten beginnen soll. Es ist schwer, dass in Worte zu fassen, was in diesem Roman geschah.
Es sind zwei gleiche Welten, die aufeinander prallen und bei dem jeweiligen Protagonisten verschiedene und zum Teil schmerzvolle Bilder aufrufen.
Quinton zieht nach dem Tod seiner Freundin und seiner Cousine zu seinem Cousin. Er ist froh, dass sein Cousin ihn nicht aufgegeben hat. Nova ist seit dem Tod von Landon angeschlagen, versucht aber dennoch zum College zu gehen. Ihre Gefühle trägt sie bei sich. In einer Kamera. Nova ist bereit zu vergessen. Alles mitsamt ihre Vergangenheit und Landon. Doch dann begegnet sie Quinton und ihre Welt scheint wieder in verschiedene Himmelsrichtungen zu zerbrechen. Quinton ist Landon so unheimlich ähnlich und das zerstört Nova innerlich. Werden sie es beide schaffen ihren Schmerz zu vergessen?

Es ist eine sehr schwierige Frage. Alles ist sehr schwierig, wenn man betrachtet, dass beide Protagonisten an ihrer Vergangenheit zur Grunde gehen.
Beide Protagonisten haben in den gleichen Bereichen ihre Fehler und Schwachstellen. Sie beide sind emotional instabil. Und dass sie aufeinander treffen, macht es nicht besser.
Die Darstellung beider Vergangenheiten war sehr interessant und wie der jeweilige versucht hat damit  klar zu kommen. Dadurch wirkte der Roman von Jessica Sorensen sehr melancholisch und trist. Im Verlaufe des Romans merkt man jedoch, dass sie beide nicht damit klar kommen und sich ständig von der Vergangenheit einholen lassen.
Immer wieder werden Geschehnisse aus der Vergangenheit in die Gegenwart eingeblendet, sodass man als Leser einen Einblick in ihr früheres Leben bekommt.
Wenn Nova und Quinton aufeinander treffen, merken sie wie ähnlich sie ihren Partnern waren. Und genau das ist der Fehler in der Geschichte.
Wie kann eine Autoren zwei solche Protagonisten erschaffen?
Ich verstehe es nicht.
Will es auch nicht.
Wir bekommen kein richtiges Ende, sondern einen abrupten Sprung. Schlagartig verändert sich nämlich die weibliche Protagonisten und will nach vorne schauen und alles hinter sich lassen.
So plötzlich? Nachdem sie doch immer wieder Landon erinnert und Quniton umarmt hat?
Zwar bin ich aus der Protagonisten nicht schlau geworden, bin jedoch von ihrer Geschichte zutiefst gerührt.
Quinton zum Beispiel wollte ich von Anfang bis Ende so richtig schütteln und ohrfeigen. Die Vergangenheit hat ihn kaputt gemacht und demoliert. Er ist nicht mehr er selbst. Und das schlechte in ihm hat die Hand ergriffen. Er hat sich zu einem Kiffer entwickelt, der sich durch sein Leben "vögelt". Nova ist hier nicht anders, wobei letzteres nicht auf sie zutrifft. Wenn sich beide Protagonisten treffen, wird Nova schlagartig in einen anderen Zustand versetzt, ihr "[...] Adrenalinpegel rauscht in die Höhe, als [sie] die Orientierungslosigkeit umschließt." (S.108)

Den Schreibstil der Autorin fand ich recht schön. Was mich jedoch manchmal genervt hat, waren die Zwischenschübe aus der Vergangenheit, die dann doch etwas zu viel wurden.

Insgesamt fand ich den Roman an der einen oder anderen Stelle zu melancholisch, sodass man als Leser immer wieder in einen tristen Zustand versetzt wurde.
Vom Ende hätte ich mir etwas mehr gewünscht, möchte den Roman aus der New Adult Genre dennoch weiterempfehlen, da er an viele Stellen zum Nachdenken anregt.

Bewertung:

Kommentare:

  1. Das Buch möchte ich auch noch sehr gerne lesen, da ich Jessica Sorensen einfach liebe. Tolle Rezi!
    Liebst, Emme ♥

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    1. Danke ;)) Ja man hört echt immer nur positives von der Autorin. Das war jetzt mein zweites Buch von ihr ;))

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