Sonntag, 18. Mai 2014

Die 5. Welle II Rick Yancey [Rezension]

"Die Anderen sind uns so weit voraus wie der dümmste Mensch dem schlausten Hund." (S.13)

Titel: Die 5. Welle
Autor: Rick Yancey
Format: Gebunden
Genre: Dystopie, Science Fiction

"Der Tod eines einzelnen Menschen ist eine Tragödie, aber der Tod von Milliarden Menschen nur eine Statistik" (S.151)

Zusammenfassung:

Die erste Welle brachte Dunkelheit. Die zweite Zerstörung. Die dritte ein tödliches Virus. Nach der vierten Welle gibt es nur noch eine Regel fürs Überleben: Traue niemandem! Das hat auch Cassie lernen müssen, denn seit Ankunft der Anderen hat sie fast alles verloren: Ihre Freunde und ihre Familie sind tot, ihren kleinen Bruder haben sie mitgenommen. Das Wenige, was sie noch besitzt, passt in einen Rucksack. Und dann begegnet sie Evan Walker. Er rette sie, nachdem sie aus der Flucht vor den Anderen angeschossen wurde. Eigentlich weiß sie, dass sie ihm nicht vertrauen sollte. Doch sie geht ein Risiko ein und findet schon bald heraus, welche Grausamkeit die fünft Welle für sie bereithält.

Meinung:

Die erste Welle: Licht aus
Die Zweite Welle: Hohe Brandung
Die Dritte Welle: Seuche
Die vierte Welle: Silencer
Nach dieser kleinen Portion an Informationen wird der Leser schnell in die Handlung des Buches hineingeworfen.
Es passiert von einem Moment auf den anderen. Cassie war eben noch in ihrer High School, doch plötzlich geht das Licht aus und der Schrecken beginnt.
Rick Yancey führt uns eine sehr gute Vorstellung vor Augen.

Wie wird unsere Welt aussehen, wenn urplötzlich Außerirdische auf unserem Planeten landen?

Der Mensch denkt, dass er das klügste Wesen ist, was existiert. Doch Rick versucht dem Leser genau das Gegenteil vor Augen zu halten. Die Menschheit ist dumm und egoistisch und deshalb ist sie nicht auf Attacken von "außerhalb" vorbereitet. Deshalb würde die Menschheit unterliegen. Und deshalb wird die Welt so enden wie Rick Yancey in "der 5. Welle" erzählt und beschreibt. Sieben Milliarden Menschenleben werden auf einem Schlag von einer fremden Macht ausgelöscht. Eine Horrorvorstellung, wenn ihr mich fragt.
Nach sechs Monaten denkt Cassie, dass sie der einzige Mensch auf Erden ist, denn alle wurden von "den Anderen" ausgelöscht. Als Cassie durch die Wälder streift und von einem Silencer, so heißen die Menschen, die von "den Anderen" besitz ergriffen werden, angegriffen wird, taucht Evan auf und rettet sie. Schnell bricht Cassie die erste Regel: Traue niemandem. Cassie hat ihre Freunde und ihre Familie verloren. Bis auf ihren Bruder, der in ein Camp vom Militär gebracht wird. "Sicherheit" sagten sie, als sie Sammy mitnahmen. Jedoch scheint es so als würden die Kinder, die im Camp sind, für ihre eigenen Zwecke ausgebildet werden. 
Die Idee von Rick Yancey gefällt mir vorweg sehr. Die Welt, die er aufstellt, ist unglaublich. Durch sein bildhaftes Erzählen der Ereignisse kann man sich immer wieder im Kopf ausmalen, wie es wohl aussehen mag. Der Autor hat wirklich vieles von der ersten bis zur letzten Seite durchdacht. Es ist sehr belustigend wie Rick Yancey immer wieder Kritik an der Menschheit ausübt und sie als dumm darstellt. Dadurch wird der Roman nachdenklich.
Zu Beginn bekommt der Leser noch nicht viel zu sehen. Die Situation, in der sich Cassie befindet, wird zunächst beschrieben, deshalb ist der Anfang sehr langatmig geworden.
Was ist mit Cassies Familie passiert und wo ist ihr Bruder?
Nachdem Evan und Cassie aufeinanderstoßen, wird die Story allmählich spannender. Er rettet Cassie vor einem Silencer und pflegt sie. Der Leser ist jedoch skeptisch und fragt sich, wer er ist und wie er überleben konnte. Als ich auf Evan gestoßen bin, habe ich nicht all zu viele Gedanken für ihn gepflegt. Er verhielt sich anfangs noch harmlos. Doch immer wieder trifft man auf Situationen, in der er sehr mysteriös wirkt. Ein Lob an Herrn Yancey, der viele Überraschungen mit eingebaut hat und uns hat nichts erahnen lassen.
Cassie und der Leser bemerken gemeinsam, dass man Evan nicht trauen sollte. Was sie macht? Das sage ich nicht.
Alle Liebenden der Science Fiction und Dystopie Genre, sind hier genau richtig aufgehoben. Der Roman von Rick Yancey bietet eine ganz neue und durchdachte Welt. Ich möchte den Roman auch an die weiterempfehlen, die gerne ihre Gehirnzellen aktiv mitnutzen möchten, denn man grübelt an vielen unzähligen Stellen. Auch sollte man wissen, dass der Roman in mehrere Teile gegliedert ist. In jedem Teil wird aus einer anderen Perspektive erzählt.
Der Schreibstil war meiner Meinung nach sehr gelungen. Rick Yancey könnte eine Konkurrenz für einen meiner Lieblingsautoren werden, nämlich John Green.

Wenn "die Tribute von Panem" und "Seelen" ein Kind hätte, hieße es "die 5. Welle".
 
Bewertung:

Kommentare:

  1. Hallo,

    eine schöne Rezension :) Dann warten wir mal gespannt auf Band 2! :D

    Lg
    Micha

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    1. Danke schön!!! Auf jeden Fall!!! Abwarten und schauen wie es mit der Welt weitergeht ;)))

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  2. Schöne Rezension und ich kann Band 2 kaum erwarten! =D Mir hat es auch sehr gefallen.

    Liebe Grüße
    Katie

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    1. jaaaa!!! Das freut mich sehr!!! Ich bin echt gespannt wie es Rick Yancey im zweiten Band ablaufen lassen wird ;))) Es ist alles ziemlich verstrickt!

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  3. Tolle Rezension! Das Buch ist gerade heute bei mir eingetroffen und mit deiner Rezension hast du meine Neugier noch mehr geweckt ;) Freue mich darauf das Buch zu lesen :)

    Liebe Grüsse Lia

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    1. Das freut mich !!!! Ich hoffe, dass es dir gefällt !!! Viel Spaß ! Lass mich auf jeden Fall höre.

      LG,
      Müni ;))

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  4. Jetzt hast du mich mit deinem Kommentar unter meinem Post so neugierig gemacht, dass ich gleich mal deine Rezi lesen musste :)
    Und die Rezi hat mich jetzt noch neugieriger gemacht, so neugierig, dass ich das Buch unbedingt brauche :D

    LG
    Steffi

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    1. hahaa, das hör sich doch gut an ;)) Danke! Das freut mich sehr ;))
      Du musst dann mal darüber berichten, wenn du es gelesen hast ;))

      Lg,
      Müni ;)

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