Freitag, 23. Mai 2014

Arclight II Josin L. McQuein [Rezension]

"Die Blassen sind keine Träger einer ansteckenden Krankheit - sie sind ein Schwarm und verstehen nicht, warum wir keiner sind" (S.228)

Titel: Arclight - Niemand überlebt die Dunkelheit
Autorin: Josin L. McQuein
Format: Taschenbuch
Verlag: Egmont INK
Preis: 14,99 Euro
Genre: Fantasy, Jugendbuch

Kennt ihr das, wenn ihr 50-60 Seiten lest und denkt "was ist gerade passiert?" Ihr habt nichts mitbekommen von dem, was ihr gelesen habt und tappt im Dunkeln. So ähnlich ging es mir mit "Arclight".

Zusammenfassung:

Die Welt ist in völliger Dunkelheit versunken. Nur das "Arclight" kann sie beschützen. Vor der Dunkelheit und vor allem vor den Blassen. Wer ihnen in die Hände fällt wird einer von ihnen oder schlimmer noch stirbt. Doch Marina hat überlebt und viele, die sie suchen gegangen sind, sind nicht mehr zurückgekommen. Marina hat jede Erinnerung an diesem Tag verloren. Die Blassen suchen Marina und finden sie, testen die Grenzen des Lichtswalls und brechen sie schließlich durch.


Meinung:

 Die Welt besteht aus 3 Dingen:
Dem Arclight.
Dem Grau.
Und der Dunkelheit.

Marina ist die einzige die das "Arclight" überlebt. Vier von zwölf Rettern, die hinausgezogen sind um sie zu holen, kehren zurück.

Das Buch ist sehr schnelllebig. Nachdem ich die ersten drei Seiten gelesen habe, war ich mitten im Geschehen. Hier wird keine Einleitung dem Leser in die Hände gereicht, sondern wird direkt in die Geschichte mit eingekoppelt. Ich persönlich mag es, wenn Geschichten nicht langatmig sind, weil sie sich dann meistens sehr lange noch in die länge ziehen. Zwar war das bei "Arclight" nicht der Fall, jedoch wurde der Leser durch die schnelle Abfolge von Handlungssträngen verwirrt. Dies führt schnell zu Missverständnissen. Mir ging es wie die weibliche Protagonistin Marina. Ich wusste nicht was passiert. Und nach jedem Kapitel wurden meine Fragen immer mehr. Trotz der vielen Fragezeichen, die um meinen Kopf schwirrten, wollte ich unbedingt dran bleiben, da die Grundidee der Geschichte interessant war.
Noch viel spannender wurde es, nachdem Marina auf den Blassen "Reue" gestoßen ist. Beide kennen sich bereits, doch aufgrund ihres gelöschten Gedächtnisses kann sich Marina nicht an Reue erinnern. Sie will ihm helfen "Kleinod" zu finden. Auf der Suche nach Kleinod gewinnt Marina immer mehr von ihren Erinnerungen zurück. Wer ist Marina wirklich? Und zu wem gehört sie?
Es ist ein langer Prozess der Selbstfindung. Die Hauptprotagonistin wurde deshalb meiner Meinung nach ausreichend beschrieben. Man wusste auf jeder Seite, wie sie sich fühlt. Die Beziehung, die Marina mit dem Blassen "Reue" führte, fand ich ziemlich interessant, da die Blassen ganz anders funktionierten als Menschen.
Durch die Suche nach "Kleinod" und die Gespräche zwischen Reue und Marina wurde aber die Spannung ein wenig außer Acht gelassen. Es ist nicht wirklich viel passiert, was ich etwas schade fand, da ich mir mehr Spannung erhofft hatte.

Die Autorin hat meiner Meinung nach eine ausgesprochen gute Fantasie. Wie sie diese Welt im Arclight und der Dunkelheit aufstellt, ist beeindruckend. Aber auch wie sie die Blassen beschrieben hat. Anfangs war ich noch ziemlich skeptisch gegenüber den "Blassen", da ich mir jedes Mal wenn ich über das Wort gestolpert bin, einen Vampir vor Augen hatte. Wahrscheinlich lag es aber an dem Wort selbst.

Ich möchte das Buch weiterempfehlen, da ich die Grundidee der Autorin sehr spannend und interessant finde. Durch die Stimmung, die das Buch vermittelt, sollte man es eher Abends im Bett lesen, statt draußen in der Sonne. Einfach weil es dem Leser eine eher düstere Stimmung liefert.

"Jenseits der Dunkelheit taucht ein Lichtpunkt auf. Licht bedeutet Entkommen. Es bedeutet Sicherheit. Es bedeutet, dass mir die Monster dorthin nicht folgen können." (S.100)

Meine Bewertung:

 

Kommentare:

  1. Huhu,
    wegen der eigentlich recht gut klingenden Inhaltsangabe hab ich das Buch auch mal auf meien Wunschliste gesetzt. Deine Rezi ist jetzt die erste die ich dazu lese :)

    An sich hört sich das ja alles auch nicht schlecht an... bin gespannt :)

    LG ♥

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    1. Danke schön !! Die Idee an sich ist auch echt cool. Im mittleren Teil hätte ich mir etwas mehr Spannung gewünscht aber ansonsten war es ganz gut.

      LG,
      Müni ;))

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  2. Die Grundidee zu "Arclight" fand ich ja schon ziemlich genial. Die Umsetzung selbst hat dann auch bei mir ein wenig für Verwirrung gesorgt. Insofern kann ich deine Gedanken absolut nachvollziehen. Schauen wir mal, wie es weitergeht...

    LG

    Kay

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    1. Genau so denke ich auch. Ja hier und da bin ich auf einige Fragezeichen gestoßen, vor allem aber am Anfang. Zum Ende hin wurde es ja besser, aber mal schauen wie es weitergeht ;))

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  3. Ich denke, dass wir mit dem zweiten Teil besser klarkommen werden. Immerhin kennen wir die Welt dann schon in Grundrissen :-)

    LG

    Kay

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    1. Genau !! ;)) Wenn der zweite Teil veröffentlicht wird, reden wir nochmal ;))

      LG,
      Müni ;)

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    2. Ja, so machen wir es :D LG, Kay

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